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Das Thema mit dem Chaos

Das Thema mit dem Chaos…

ist schon ein Thema was mich mein Leben lang verfolgt. Und zwar in meinem Elternhaus. Mein Papa ist schrecklich. Er sammelt einfach alles. Meine Mama hat damit noch ein grösseres Problem: denn im Gegensatz zu mir, die ich einfach ausgezogen bin und mich nur alle paar Monate mal bei einem Besuch immer wieder staunend und schimpfend über das Chaos lustig mache, LEBT meine Mama in dem ganzen Mist.
Leider haben wir vergessen, Bilder von dem Zustand VOR der Reinigung zu machen. Daher hier dann auch nur die Nachher Bilder (wir sind sehr stolz auf unser Werk) und eine kleine Statistik der erledigten Arbeiten!
Ich muss zugeben, dass es meine bekloppte Idee war, die Wohnung von Mama zu renovieren. Markus war erst relativ glücklich mit der Idee, aber er hätte sich wahrscheinlich auch nie gedacht, wie viel Arbeit das werden würde… ich ja auch nicht. Mir ging es halt nur auf den Sack, dass wir trotz der Anwesenheit von vollkommen schönen und ausreichenden Räumen dauernd im Wohnwagen schlafen mussen, wenn wir zu Besuch waren.
So haben wir also unser Werkzeug gepackt und sind für 3 Wochen in mein Elternhaus.
Das Bild oben ist übrigens ein prima Vergleich für die unter euch, die ein wenig Phantasie haben:
Stellt euch bitte vor, dass das kleine rote Fenster direkt gegenüber von euch nicht zu öffnen wäre, weil sich im Raum vor euch bis ca. Hüfthöhe eine Papierlawine erstreckt. Diese Papierlawine könnt ihr euch dann gleich auch noch in ihrer Ausdehnung bis zu dem grossen Fenster (hinter dem Sofa) an der langen Seite des Raumes vorstellen. jaja, multipliziert eure Vorstellung ruhig noch mit .. sagen wir dem Faktor 7. Das grosse Sideboard war nicht mehr sichtbar. *flüster* allein die Papierstapel, die Mama in den drei Wochen geschreddert hat, haben !gepresst! 17 grosse Müllsäcke gefüllt.
Das dunkle auf diesem Bild ist ein Tisch. Ein grosser, alter Esstisch. Der stand früher mal mitten im Raum und war dort so gut versteckt, dass Markus einige Zeit gebraucht hat um ihn unter den Papiermassen auch ausfindig zu machen…. Inzwischen glaubt er mir, dass es den Tisch gibt. Wir haben nämlich 2 grosse Mulden (das sind so Container, wie man sie von Baustellen kennt) voll Müll aus diesem Zimmer und den anderen entfernt.
Nebenbei haben wir auch die Fliesen in Küche und Flur entfernt und dort, sowie im Schlafzimmer und in diesem Zimmer Laminat verlegt (CLICK heisst die Marke – und ist das geilste Laminat, was wir bisher verarbeitet haben.) In allen Zimmern – ausser der Küche – haben wir alle Tapeten abgerissen und natürlich auch wieder neue geklebt. Teilweise waren dort 7!!!! alte Lagen Tapete übereinander geklebt. Und die Aussenwand in Arbeitszimmer und Schlafzimmer war noch dazu mit einer Schicht Lattung und Styropor gedämmt. Da das Haus aber auch von aussen nachträglich gedämmt wurde führte diese Doppeldämmung zu Schimmel im Mauerwerk. Wir haben also die Styroporschicht abgerissen.
Hier könnt ihr fein sehen, wie wir das Platzproblem in Angriff genommen haben: denn neben dem ganzen Müll gab es ja auch noch hunderte von Büchern und eine erschöpfende Sammlung der Zeitschrift „Der Spiegel“ (wir lesen den immer online, das spart Papier.)
Um das Problem möglichst raumsparend und günstig gelöst zu bekommen, haben wir uns für die schwedische Lösung entschieden. Billy musste her. Wir haben an jeder freien Stelle des Raumes „Billy“ Regale bis zur Decke hoch aufgestellt… und dort, wo später mal der Tisch zu stehen kommen sollte, haben wir die Billys einfach von oben auf die Billys rechts und links draufgehängt. Bei der Umsetztung hat Karl uns ganz prima mit einem dicken Brett geholfen 🙂
Neben der Zimmertür befindet sich auch noch ganz blöd ein Kamin. Diesen haben wir allerdings ganz nett mit Billy Eckelementen verbaut, so dass das Ganze auch noch optisch nett was hergibt. In den Eckelementen ist ausserdem auch noch Platz für grössere Ausstellungstücke, wie z.B. Papas Sammlung Modellautos.
Natürlich ist kein schwedisches Arrangement komplett ohne ein paar von den gewellten Spiegeln. Also muss künftig auch Papa leiden. Aber schliesslich soll der Raum ja in Zukunft auch eine Doppelrolle als Gästezimmer haben. Als gepflegter Gast braucht man nun mal einen Spiegel um sich immer wieder zu vergewissern, dass das Makeup auch sitzt.
Sorry, auch dieses Bild ist nicht so gut belichtet. Ich mache demnächst mal vernünftige Bilder, dann kommt alles vielleicht besser zur Geltung. Hier sieht man schön das Fenster (welches vorher auf der Fensterbank komplett mit (von aussen sichtbaren) Kartons verstellt war. Das Sofa ist ein (schwedisches) Klappasofa – sehr zu empfehlen da saubequem und mit Klickklack Mechanismus auch zum 2er Bett umbaubar.

Die Rollos haben wir auch in den anderen Zimmern angebracht und dazwischen auf die Fensterbank jeweils kleine Lampen gestellt. So kann man abends von draußen aus nur die Rollos sehen, aber nicht, was in den Zimmern so abgeht.. sehr angenehm.

So gemütlich ist der neue Schlafplatz übrigens wirklich. Hier erprobt nach durchzechter Birthdayparty von Eva. 😉

Autor: R4PUN2EL

I am the Alternative Ending; Ironic Maiden, Metamathematician, Polaroid Developer, Law Bender,

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