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37 auf 2 und Spass dabei

Moin Folks,

nachdem Rapunzelchen ja schon einen Blog dazu geschrieben hat wer oder was seit nun einigen Wochen ‚ihre‘ Hälfte des Bettes wirklich beansprucht. Kam gestern mein Rad erstmalig wirklich zum Einsatz. Vorher ging nicht! Weil ich bin ja nicht nur Küchenautist sondern neige auch dazu Sport ein klitze kleines Wenig ernst zu nehmen. Sprich bevor ich mit dem Rad eine Ausfahrt unternehmen wollte mußte erst die Vorbaulänge an mich angepaßt werden (Und wenn man seine PIN zur Packstation verbusselt hat muß man eben ein paar Tage länger auf den neuen Vorbau warten als einem lieb ist – Packstationen lassen sich nicht durch gutes Zureden zur Herausgabe einer Lieferung überreden). Auch sollte zusammen mit dem 2cm kürzeren Vorbau noch der Triathlonaufbau montiert werden.
Also stand das neuen Rad erstmal ein paar Tage auf dem Balkon.

Gestern war es dann soweit – nach mehren Augenblicken des ‚wo ist eigentlich meine Radjacke und warum finde ich dies das und jenes nicht dort wo ich dachte das es sein sollte‘ war es dann soweit.
Tageskilometerzähler auf NULL – eingerastet in den Klicks und los ging es …

Erstmal zum Einrollen un wieder familiär mit dem Gefährt werden ein paar ruhige km durch die Essener City richtung Ruhrgas-HV. Dann die Ruhrallee runter und an der Zornigen Ameise angekommen ab auf den Radweg (überigens der Radweg, der in Essen eine Fahrradcomputereichstrecke aufweist).
Dort dann einmal tief Luft geholt und ein kleinwenig Mut gesammelt und erstmalig nach *grübel* 17 Jahren wieder auf dem Rennrad sitzend in die Aeroposition abgetaucht. Ist schon ein komisches Gefühl auf den ersten Metern, wenn die Armauflagen nicht direkt auf dem Lenker montiert sind sondern sich hochkant stellen sobald man sie nicht mit den Unterarmen nach unten drückt um so den Griff am Oberlenker zu ermöglichen.
Die Strecke bis nach Kupferdreh verging dann auch wie im Flug. Die Hände locker um das Hörnchen, den Blick abwechselnd auf Radcomputer und Strecke gerichtet.
Kurz vor Kupferdreh dann rechts rein und am nördlichen Ufer des Baldeneysees entlang. Hier ging es in der Aeroposition dann doch nichtmehr so flüssig. Nicht weil die Kraft in den Beinen nachließ sondern vielmehr weil die Kombination aus Spaziergängern, Radfahrern (Ausflugsfahrer und Rennradfahrer sowie Mounties), Inlinern und Joggern auf 3,5m Wegesbreite doch etwas beenglich sein kann. Gut – dafür dann das ein oder andere Mal die Funktionsweise der Bremsen voll ausgeschöpft. Gibt einem ja auch Sicherheit und Vertrauen dass die Dinger gut beißen.
Ab dem ETUF Golfplatz konnte ich mich dann bis Essen-Kettwig in den Windschatten eines weiteren Hobbyradfahrers hängen – SEHR RELAXED. Der bog dann aber leider ab Richtung Kettwig Vor der Brücke. Also mußte ich zum Fulghafen MH hoch die Straße mehr oder minder alleine strampeln. Minder deshalb weil es – ich mochte es zurerst nicht wirklich glauben wollen – doch wirklich Hobbyradfahrer gibt, die tausende von Euros in ihr Material stecken um dann eine Steigung von weniger als 6% mit einer Übersetzung von annähernd 1:1 und einer Geschwindigkeit wie sie sonst nur von Nacktschnecken erreicht wird hochzustehen. Seltsam – ist aber so – Also den Kollegen einfach mal überholt und die letzten 4km alleine den Hügel hoch.

Von dortaus waren es dann nurnoch wenige km durch Siedlungen bis ich es zu meiner Haustür geschafft haben sollte.

Dort angelangt zeigte der Tageskilometerzähler stolze 37km. Über den Durchschnitt will ich garnicht reden, denn es war nicht mein Ziel bei der ersten Ausfahrt direkt volles Rohr zu fahren. Das habe ich beim Laufen im letzten Jahr gelernt, dass das nicht wirklich was bringt.

Was es aber gebracht hat ist das Vertrauen dass es für mich die rechte Entscheidung war das ‚billigste‘ Rad bei Decathlon zu erstehen das meine Anforderungen (besonders an die Bremsen und auch ein Kleinwenig an die anderen Komponenten) erfüllte – Volker: danke für deine Inspiration – du hast immerhin dieses Jahr den Ironman so geknackt! Um dieses Rad dann Stück für Stück, Komponente für Komponente aufzubauen.
Und ich bin angefixt – Radfahren wird neben dem Laufen jetzt ein integraler bestandteil meines Drangs nach Ausdauersport. Wenn mir jetzt noch wer den rechten Spaß am Freistielschwimmen vermitteln kann – und ich meinen AllgäuerHai endlich wassern kann – dann steht einem Triathlon in 2008 kaum mehr was im Wege.

In diesem Sinne
euer Riebiesel

Autor: R4PUN2EL

I am the Alternative Ending; Ironic Maiden, Metamathematician, Polaroid Developer, Law Bender,

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